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Freunde aus Finnland (2001)
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Bushaus-Bank und Breitband - Fehlanzeige Drucken E-Mail
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Geschrieben von Matthias Pfefferkorn   
Freitag, 6. Februar 2009

Bürgerversammlungen im Markt Rotthalmünster
- Sparen ist ein Thema - Grundschul-Turnhalle braucht neue Fenster

Bekommen wir Breitband? Warum gibt es im Bushäuschen keine Sitzgelegenheit? Wie kommt der Markt von seinen Schulden runter? Muss die Grundschule renoviert werden? Das waren Fragen, die bei der Bürgerversammlung des Marktes Rotthalmünster am Dienstagabend in Weihmörting auftauchten. Es war die zweite von drei Versammlungen, nach Rotthalmünster und vor Asbach.

Bürgermeister Franz Schönmoser referierte im Gasthaus Pilzweger vor fast 40 Zuhörern und Gemeinderäten über Daten, Zahlen und Fakten den Markt betreffend. Eine dieser Zahlen ließ Norbert Kaffl keine Ruhe: der Schuldenstand des Marktes und seiner Nebenbetriebe (Schule, Abwasser usw.) liegt bei 16,5 Millionen Euro. „Die Zahl schockiert mich schon“, meinte Kaffl. Und fragte, was etwa das historische Marktfest kostet. Denn man müsse sparen. Aber nicht die rund 6000 Euro für das Marktfest, betonte Schönmoser. Und 2. Bürgermeister Josef Kümmerle stellte klar, dass in den vergangenen Jahren Schulden abgebaut worden seien.
Irmtraud Heber leitete eine Frage „von ihren zwei Schulmädchen“ weiter: Wieso gibt es im Bushaltehäuschen keine Sitzgelegenheit? Wieso müssen sie jeden Tag im Stehen auf den Bus warten? Das wusste der Bürgermeister zwar nicht, wohl aber sein Stellvertreter, der ja in Weihmörting wohnt: Vor einigen Jahren sei das Bushaltehäuschen ein Treffpunkt junger Leute gewesen. Nicht nur der Dorfjugend, sondern auch von Auswärtigen, die mit dem Auto anreisten. Es gab „Beschwerden aus der Nachbarschaft“, so Josef Kümmerle. Also entfernte man die Sitzgelegenheiten, worauf hin sich das Problem sofort von selbst erledigte. Es wird also auch künftig keine Bank geben, im Weihmörtinger Wartehäuschen.
Eine Frage zu etwas, das es auch nicht gibt, hatte Helga Meilhamer: Breitband. Wo bleibt es, kommt es noch? Zuständiger Ansprechpartner im Rathaus ist geschäftsleitender Beamter Fritz Müller, der offizielle Breitbandpate des Marktes Rotthalmünster. Und der hatte, wie er erzählte, erst vor ein paar Tagen einen negativen Bescheid erhalten. Zwar hatten sich zwei Anbieter bei ihm gemeldet, die die Breitbandanbindung ans Internet für den Markt und seine Außenorte übernehmen wollen. Müller hatte die Angebote an die zuständige Stelle im Landratsamt weitergeleitet. Die Antwort: Die Angebote sind nicht auswertbar, weil keine konkreten Summen genannt werden. Wieder nix. „Wir bleiben auf alle Fälle dran“, versprach der Bürgermeister.

Die Schule in Reutern muss wegen Sicherheitsmängeln geschlossen werden. Wie es mit der Rotthalmünsterer Grundschule ausschaut, fragte Franz Häringer. Da gebe es doch ein Problem mit der Turnhalle, die entspreche doch auch nicht den Sicherheitsbestimmungen. „Die Turnhalle entspricht nicht den Normmaßen, ist aber nicht schlecht“, beschwichtigte Schönmoser. Tatsächlich müssten die Fenster und Leitern ausgetauscht werden. Der Boden hingegen sei gut. „Wir sind eh dran an einer Bestandsaufnahme. Vielleicht gibt es Geld über das Konjunkturprogramm.“
In Rotthalmünster, bzw. Pattenham, hatte es die Anregung gegeben, dass die Gemeinde ein Blockheizkraftwerk bauen sollte. In Asbach hingegen war es ein Thema, dass innerorts zu schnell gefahren werde. In allen Bürgerversammlungen gleich war der Vortrag des Bürgermeisters. Und so wissen nun alle, die gekommen waren, dass der Markt bei der letzten Zählung exakt 5000 Einwohner hatte, dass es im Jahr 2000 noch 64 Geburten gab, 2008 aber nur 32. Die Zahl der umsatzsteuerpflichtigen Betriebe stieg von 210 im Jahr 2000 auf 223 (2006). „Da sind aber auch alle Photovoltaikanlagen-Betreiber dabei“, erklärte Schönmoser.
1,5 Millionen Kreisumlage muss der Markt 2009 zahlen. Das heißt: „Wir werden kleinere Brötchen backen müssen, als wir ursprünglich gemeint haben.“ Eigentlich sollte die Bergstraße in Rotthalmünster saniert werden, eine Förderung von rund 40 Prozent der Kosten von 600 000 bis 700 000 Euro war zugesagt. Ob die Maßnahme nun realisiert wird, ist allerdings unklar.
Neue Wege will der Bürgermeister bei der Vermarktung von Baugrund gehen. Die Nachfrage ist schleppend. Nun wird überlegt, ob ein Makler die Sache in die Hand nehmen soll.

Bericht von Marion Zauner, PNP, Ausgabe GE, vom 06. Februar 2009

 
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